Und dass ich immer wieder Sätze denke, die mit »würde auch kein normaler Mensch machen« beginnen oder enden. Königreich Der Himmel gucken, beispielsweise.
Auch ganz grausam ist ja diese Google-Search-Histrory, die nun, falls GMail-Account vorhanden, automatisch aufgezeichnet wird. Gestern gesucht nach: Pennälerhumor, Facharbeiter, Programm Premiere und Roxy Dortmund. Purer Zettelkasten-Horror!
The film is not about failed assassination attempts, however. Rather, it tells how the assassins gave up their original cause, and their lives, voluntarily, for the greater good of ceasing conflicts to unify the country. The film celebrates their “heroic” decisions to renounce their individual causes for the greater good.
Hwanhee Lee nimmt für Senses of Cinema Zhang Yimous House Of Flying Daggers auseinander. Unter anderem eine ausführliche Analyse der letzten Kampfszene zwischen Mei, Jin und Leo. Sehr, sehr gut. Erinnere mich, dass das im Kino ein schöner, farbenfroher, aufgrund des (siehe Artikel) unentschlossen wirkenden Plots bisweilen befremdlicher Film war.
Örgs: »(...) in Zeiten wie diesen«.
Szenenfilm; wie eine Aneinanderreihung verschiedener Grotesken wirkte das auf mich. Die Hitchcock-Hommage, das wurmstichige Kreuz, die Schreibmaschine mit der von einem Keks verdeckten SS-Rune, das Auto bleibt im Parkhaus stecken, der langsame Tod durch Ersticken von Joachim Król (& wie gut der das »Halt die Fresse, auf Latein« rausrotzt!), das Tretboot im Nebelsee. Viele dieser Szenen. Eine dunkle Komödie.
Verstärker.
Die Frau im Bahnhof, die ihren Hund nicht davon abhalten kann, seinen Darm auf der Treppe zum Hintereingang zu entleeren. ~ Die S-Bahn, die mitten auf der Strecke kommentarlos für zehn Minuten stehen bleibt. ~ Das Licht in der S-Bahn-Station, das plötzlich zu flackern beginnt und mit einem Male dunkler wird. ~ Die Frau, die sich schluzend von ihrem Freund abwendet, umdreht, und in die andere Richtung läuft, ihn nicht mehr beachtend. ~ Der Mann, der, nachdem sich seine Freundin umgedreht hat und sich von ihm (räumlich) zu entfernen beginnt, wie angewurzelt stehen bleibt. ~ Der Bademeister mit dem dicken Bauch und der hässlichen Fresse weist eine Frau mittlere Alters zurecht, weil sie, statt am Rand, in der Mitte des Beckens quer, mühsam ihre Bahnen zieht. ~ Das Licht auf der Toilette, das auch nach mehrmaligem Betätigen des dafür zuständigen Schaltapparates nicht angehen will. ~ Ich, im Dunklen stehend, mich fürchtend, pissend.
Ich selbst z.B. bin durchschnittlich groß, dunkelblond, blauäugig (hoffentlich nicht im übertragenen Sinn), nehme meine Armbanduhr nur ca. zweimal pro Jahr vom Arm und liebe es Druckprodukte unter meine Nase zu halten, wenn sie frisch von der Presse kommen.bob magazine > Paulus M. Dreibholz > Schrift ist Identität. Gedanken zum Begriff Identität im Bereich der Typografie macht sich der am London College of Communications lehrende Dreibholz. Hat einen sehr einführenden Charakter und gibt viel grundlegendes über die Typografie als solche her. Sehr schönes Layout mit diversen Schrift-Beispiel. Überhaupt: bob. Seit Mai für 4,80 € im Handel.
Die Peripherie der Wahrnehmung.
Und Tage, an denen wieder nichts kommt. Aufstehen, Rummachen, Rumlesen, Stehen, Gehen, Liegen, in falsche Richtungen denken. Man telefoniert dann auch. Rum-Irgendwas-Tage.

Bestimmt ein alter Hut, aber schön finde ich auch: die Referrer-Listen anderer Leute durchzusehen. Komme mir dabei jedes Mal unheimlich hinterlistig und schlecht und falsch vor und glaube natürlich auch, dass das alle anderen bereits hundert Jahre vor mir gemacht und jetzt bereits den Spaß an der Sache verloren haben.
Heute Abend Murnbergers Silentium im Roxy. Spätvorstellung, kenne das Kino noch nicht. War dort vor einigen Monaten, nur durch Zufall, habe die Frau hinter dem Tresen nach einer Videothek in der Nähe gefragt. Sie leihe sich kaum Filme, sie wohne hier nicht in der Nähe, daher könne sie mir da leider nicht weiterhelfen, antwortete sie, durchaus freundlich. Bin dann mit dem Rad noch eine halbe Stunde durch die Stadt gekurvt, auf der Suche nach einer Videothek, in der es nicht stinkt und die Deckenlampen nicht nervös flackern. Nichts gefunden, nach Hause gefahren, mich bei einem Internet-Verleih angemeldet.
Käse, Mais, Zwiebeln, Tomaten, Parmesan, Ruccola, Paprika, Tomatenmark, Mehl, Öl, Hefe, Salz, Pfeffer. Messer, Gabel, Pizzateller, Ofen, Plastikschüssel, Teigrolle. Wasser, Glas, Kaffee, Tasse.
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