Auch Musiker wie Theo Parrish haben so etwas wie einen wiedererkennbaren Klang. Die Drums in seinen Remixen und eigenen Tracks klingen zum Beispiel immer so wie live eingespielt und die Frauenstimmen sind in der Regel die schönsten überhaupt. Auch für seinen Remix von
All These Things hat sich Parrish auf diesen signifikanten Sound und die Mischung von schönem Gesang und sehr roughen Drums verlassen. Bei gerade mal 105 BPM ist der Track eigentlich kaum geeignet für die Tanzfläche, macht sich als Opener für diesen Mix allerdings sehr gut.
For You (No Friends) heisst er, und eigentlich gibt es hier zum ersten Mal ganz ausschliesslich deepen House ohne irgendwelche Techno-Elemente. Daher habe ich mich auch dazu entschlossen, das Tempo zwischen 117 und 120 BPM zu belassen, denn es geht mehr darum, beim Hören vielleicht ein bisschen zu Schunkeln und zu Kuscheln, als zu Tanzen. Jedoch: auch getanzt werden darf dazu selbstverständlich. Neben dem Remix von Theo Parrish, der für mich bis jetzt einer der schönsten dieses Jahres ist, gibt es ausserdem neues von Oracy auf Mojuba, die mit der Special Edition ein kleines Sublabel für Jubiläums- und ähnliche Sonderveröffentlichungen aufgemacht haben. Mit dabei ist ausserdem dieses Mal das Label Real Soon, dessen Veröffentlichungen ich bis vor Kurzem immer nur so am Rande wahrgenommen hatte. Mit Session Victim gibt es zum Beispiel einen angenehm leicht schwingenden Track, der sich bei entsprechendem Tempo sicher auch in der Disco sehr gut macht. Nicht unerwähnt bleiben darf selbstverständlich auch Prosumer, dessen
Believe hier in einer neuen, wunderschönen Vocal Version zum Einsatz kommt und im Mittelteil zeigen Ron Trent und Chez Damier, dass man auch schon vor zehn Jahren Musik gemacht hat, die sehr modern klingt. Schließlich sei noch auf den Newcomer John Roberts hingewiesen, dessen
Hesitate vor ein paar Tagen auf dem Hamburger Konsens-Label Dial erschienen ist. Hier also nun die Download-Links:
Sendspace,
Rapidshare. Viel Spaß beim Hören!
01 Kuniyuki, All These Things (Theo Parrish Vocal Mix) (Mule)
02 Oracy, Awakening (Mojuba Special Edition)
03 Lerosa, Demon (A Touch Of Class)
04 Prosumer & Murat Tepeli, Believe (Vocal Mix) (Ostgut Ton)
05 Soulphiction, Ghana Wadada (Sonar Kollektiv)
06 Trus'me, W.A.R. (Fat City)
07 Markus Enochson & The Subliminal Kid, These Won't Put Me Down (Original Mix) (Miso)
08 John Roberts, Hesitate (Dial)
09 Move D, Untitled (Workshop 4) (Workshop)
10 Ron Trent & Chez Damier, I Feel The Rhythm (Peacefrog)
11 Ray Valioso, Get The Strings (Real Soon)
12 Bernard Badie, Time Reveals (Original Mix) (Mojuba)
13 Scott Ferguson, Movin' (Deep Vibes)
14 Session Victim, No Friends (No Power) (Real Soon)
15 Dennis Ferrer, Buzz Beats (Objektivity)
16 Lerosa, Russell (Real Soon)
17 Baaz, Wisp (Elevate)
18 Lerosa, Abby (Uzuri)
19 Slowhouse, Three (A2) (Slowhouse)
20 Rick Wade, Ugly (Yore)
105 MB, 91 Minuten
(
sma, Sonntag, 7. September 2008, 14:12)
Jetzt kommt nach Deep House also die Wiederauferstehung von Disco, wahlweise in Form von Nu oder Space Disco. Die entsprechenden Diskussionen in Foren und auf einschlägigen Webseiten habe ich nicht verfolgt, weil mich der Sound von Disco eigentlich nicht sonderlich begeistert. Bis gestern. Da habe ich auf dem Flughafen beim Warten nämlich nach erstmaligen Durchhören den
Resident Advisor Mix von Gerd Janson in voller Länge gehört und war, gelinde gesagt, total hin und weg. Besonders, weil mein aktuelles
Lieblingslied im Mittelteil zum Einsatz kommt. Auch der Rest ist aber sehr schön und ab jetzt höre ich ganz viel so Disco-Zeug. Danke, Gerd!
(
sma, Sonntag, 7. September 2008, 12:44)